Biofarben Öle gegen elektrostatische Aufladung

Oft werden wir von unseren Kunden gefragt, ob Hausstaub tatsächlich gesundheitsschädigend sein kann, und, wenn ja, wie ihm auf ökologische Weise am besten zu Leibe gerückt werden kann. Wir möchten Ihnen hier einige allgemeine Informationen zum Thema Hausstaub geben.

Woraus besteht Hausstaub?

Hausstaub besteht aus organischen und anorganischen Substanzen. Das können Blütenpollen, Pilzsporen, Textilfasern, Russpartikel, bakterielle Teilchen, Rauch u. ä. Substanzen sein. Ihre Emission wird hauptsächlich vom Straßenverkehr sowie industriellen und landwirtschaftlichen Produktionsstätten verursacht. Einige Partikel können so klein sein, dass sie lungengängig sein können (Feinstaub, v. a. in der Außenluft), andere sind größer und schweben sichtbar in der Luft (Hausstaub, v.a. in Innenräumen).

Kann Hausstaub gesundheitsschädich sein?

Im  Außen- wie Innenbereich können Schadstoffpartikel gesundheitliche Risiken bergen. Die Quellen sind unterschiedlich: Geräte, Einrichtungsgegenstände, Reinigungsmittel, Baustoffe usw. können in den Wohnraum diffundieren und sich mit dem Hausstaub verbinden. Diese Verbindung kann Allergiepotential bergen. Hausstaubanalysen geben Aufschluss über die Zusammensetzung des Hausstaubes. Je nach Analyse setzt dann die Sanierung der Innenräume an.

Wie kann gesundheitlichen Gefahren im Hausstaub vorgebeugt werden?

Die sorgfältige Auswahl von Einrichtungsgegenständen und Baustoffen beeinflusst in erheblichem Maße die Zusammensetzung der Raumluft. Ein neueres Problem ist die elektrostatische Aufladung der Raumluft. Wir benutzen heute wesentlich mehr elektrische Geräte und Maschinen als noch vor 30 Jahren. Die elektrostatische Aufladung bewirkt, dass sich die Staubpartikel sehr viel länger in der Luft halten (sie schweben, was man im Licht eines Sonnenstrahls sehr gut beobachten kann) und sind dadurch viel leichter einzuatmen. Durch unsere Heizsysteme wird die Luft trocken, die Berliner Winter mit ihrem trockenen Kontinentalklima verstärken diese Tendenz. Durch Trockenheit wird die elektrostatische Aufladung vergrößert.

Es gilt also, einerseits die Quellen für Hausstaub wie auch die elektrostatische Aufladung zu verringern.

Welche baubiologischen Empfehlungen geben wir?

Nach unserer Erfahrung sind glatte, abwischbare Oberflächen aus natürlichen Materialien wie Holz, Stein oder Linoleum der beste Garant für ein staubreduziertes Raumklima. Oberflächenbehandlungen mit Ölen oder Wachsen verhindern eine elektrostatische Aufladung eher als Lacke. Natürliche Wandfarben aus Lehm, Silikat oder Naturharz verhindern oder reduzieren die Abgabe von Schadstoffpartikeln in die Raumluft. Das sogenannte Fogging ( = oft russähnliche schwarze Ablagerungen) tritt bei der Verwendung natürlicher Materialien nicht auf.

Natürliche Reinigungs- und Pflegemittel entfernen den Hausstaub und wirken einer elektrostatischen Aufladung entgegen.

Frühjahrsputz lohnt sich also. Aber man sollte nicht zu pedantisch sein. Eine allzu sterile Umgebung kann Allergien fördern, besonders wenn Kinder organischen Stoffen, wie sie auf dem Lande vorkommen, zu wenig begegnen...

Bei weiteren Fragen schreiben Sie bitte an Wolfgang Güse guese@biofarben.de oder rufen Sie bitte an: 030 88 09 77 30 oder 0172 389 22 83.
 
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Frohe Weihnachten 2014!